Ratenkredite können zur kurzfristigen Finanzierung von Anschaffungen, für Umschuldungen und beliebige andere Zwecke eingesetzt werden. In dieser Ratenkredit Erklärung fassen wir die wichtigsten Eigenschaften von Ratenkrediten für Sie zusammen und werfen einen Blick auf aktuelle Konditionen am Kreditmarkt, typische Anforderungen an Kreditnehmer und rechtliche Rahmenbedingungen für Verbraucherkredite.

Ratenkredit Erklärung: So funktionieren Ratenkredite

Ratenkredite werden von Banken an Verbraucher vergeben. Formal handelt es sich bei den Krediten um Annuitätendarlehen. Deren wichtigste Eigenschaft ist die Annuität: Eine konstante monatliche Rate, in der Zins und Tilgung bereits enthalten sind. Der Vorteil für Kreditnehmer besteht in der guten Planbarkeit, weshalb Ratenkredite die wichtigste Finanzierungsform für Privathaushalte darstellen.

Ein Ratenkredit kann zweckgebunden sein – dann müssen Sie z. B. ein Fahrzeug anschaffen und den Fahrzeugbrief als Sicherheit bei der Bank hinterlegen. In den meisten Fällen sind die Darlehen aber nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden. Sie können plötzliche Ausgaben abfangen, Anschaffungen tätigen oder bestehende Kreditverbindlichkeiten ablösen. Um einen Ratenkredit zu beantragen, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zwingend notwendig sind ein regelmäßiges, pfändbares Einkommen und eine einwandfreie SCHUFA-Auskunft. Bei vielen Banken müssen Sie Ihr Einkommen zudem als Angestellter erzielen oder Rente erhalten, während Selbständige und Freiberufler von der Kreditvergabe ausgeschlossen sind.

Fakten zu Krediten: Marktentwicklung, Konditionen und rechtliche Aspekte

Auf dem deutschen Markt sind Ratenkredite mit Nettokreditsummen von ca. 1.000-75.000 EUR bei Laufzeiten von 6-120 Monaten (typisch sind allerdings 12-84 Monate) üblich. Laut SCHUFA Kredit-Kompass gab es zum 31.12.2015 in Deutschland 17,3 Millionen laufende Ratenkredite. Der im Jahr 2015 durchschnittlich aufgenommene Kreditbetrag lag der SCHUFA zufolge bei 9.552 EUR.

Die Zinssätze für Ratenkredite liegen über den Zinssätzen für Hypothekenkrediten, weil Ratenkredite lediglich durch eine formale Lohn- und Gehaltsabtretung abgesichert sind und deshalb für die Banken ein größeres Risiko darstellen. Eine längere Laufzeit und eine schwächere Bonität führen zu höheren Zinssätzen. Derzeit ist das allgemeine Zinsniveau infolge der EZB-Geldpolitik so niedrig wie noch nie.

Die gesetzlichen Regelungen zu Ratenkrediten finden sich vornehmlich in § 491 ff BGB Kreditnehmer können Darlehen jederzeit fristlos kündigen. Banken dürfen in diesem Fall maximal 1,0 % als Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Kreditinstitute dürfen dagegen nur bei anhaltendem Verzug kündigen – ein Vorteil gegenüber Dispokrediten. Banken müssen Kreditnehmern mit den „Europäischen Standardinformationen für Verbraucherkredite“ eine Ratenkredit Erklärung mit allen Konditionen aushändigen.

Fazit zur Ratenkredit Erklärung

Ratenkredite sind Annuitätendarlehen mit konstanter Monatsrate, die als Verbraucherdarlehen zu beliebigen Zwecken wie z. B. Konsumanschaffung oder Umschuldung eingesetzt werden können. Die konstante Monatsrate macht den Kredit gut planbar – deshalb sind Ratenkredite mit derzeit ca. 17 Millionen laufenden Verträgen das wichtigste Finanzierungsinstrument für Verbraucher. Ein großer Vorteil gegenüber Dispokrediten besteht darin, dass die Bank nicht jederzeit kündigen kann.

Das Zinsniveau für Ratenkredite ist derzeit so niedrig wie nie. Dennoch unterscheiden sich die Zinssätze ggf. deutlich zwischen verschiedenen Banken. Auch die gewählte Laufzeit und Ihre Bonität haben Einfluss auf die Konditionen. Führen Sie deshalb vor einem Vertragsabschluss unbedingt einen Kreditvergleich durch – z. B. auf Ratenkredit.de

Smava