Die Kreditvergabe erfolgt auf der Grundlage von Kreditverträgen, in denen Konditionen wie die Darlehenssumme, die Laufzeit und die Vertragspartner festgelegt werden. Regelungsbedürftig ist auch die Höhe der Zinsen, die sich bei Abschluss des Kreditvertrages am aktuellen Marktniveau orientiert. Tatsächlich unterliegt das Zinsniveau der Kreditinstitute aber jährlichen Schwankungen, welche sich über die Kreditlaufzeit in positiver oder negativer Weise auf die Höhe des aufgenommenen Kredites auswirken können. Umso wichtiger ist es also, dass sich die Darlehensnehmer regelmäßig über das aktuelle Zinsniveau informieren und den Ratenkredit umschulden, wenn dies erforderlich sein sollte.

Den Ratenkredit umschulden: Wichtige Kriterien

Der Vorteil eines normalen Ratenkredites besteht darin, dass dieser im Gegensatz zum zweckgebundenen Kredit auf besondere Vereinbarungen, wie die Vereinbarung eines Verwendungszwecks, verzichtet und daher gut für eine Umschuldung geeignet ist. Der Darlehensnehmer sollte jedoch übereilte Entscheidungen vermeiden und die Konditionen der vermeintlich günstigeren Kredite eingehend vergleichen. Nur so kann sicher gestellt werden, dass der Verbraucher den Ratenkredit umschulden und damit auch tatsächlich finanzielle Ersparnisse erzielen kann.

Die Vorfälligkeitsentschädigung

Eine wesentliche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Vorfälligkeitsentschädigung. Einige Kreditinstitute verlangen eine solche Entschädigung im Falle der vorzeitigen Kündigung des Kreditvertrages. Die Vorfälligkeitsentschädigung wirkt sich also mindernd auf die auf den niedrigeren Zinsen des neuen Kredites beruhenden Ersparnisse aus. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung beim Ratenkredit umschulden wurde vom Gesetzgeber geregelt. Sie liegt bei einem Prozent der noch fälligen Restschuld, wenn die Restlaufzeit noch mehr als 12 Monate beträgt. Bei einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten liegt der zulässige Prozentsatz bei 0,5%. Da nicht alle Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung erheben, wenn Kreditnehmer ihren Ratenkredit umschulden, sollte sich der Antragsstellende im Vorhinein über das Vorgehen seines zukünftigen Vertragspartners informieren.

Informationspflicht des Kreditnehmers

Hat sich der Darlehensnehmer für einen günstigeren Kredit entschieden, ist es angebracht, dass er seinen bisherigen Kreditgeber im Zuge der Kündigung über das Vorhaben der Umschuldung informiert. Das Kreditinstitut kann dann entsprechend reagieren und, wenn nötig, eine Meldung an die Wirtschaftsauskunftei SCHUFA weiterleiten. Dem Schufa-Konto des Kreditnehmers wird dann kein weiterer Eintrag hinzugefügt, da der neue Kredit im Rahmen der Umschuldung eines Ratenkredites aufgenommen wurde und somit der Begleichung der alten Kreditschuld dient.

Smava