Ein Ratenkredit Zinsvergleich lohnt sich trotz der aktuellen Niedrigzinsphase. Die Unterschiede am Markt sind groß und die lauthals beworbenen Zinssätze bei genauem Hinsehen oft Makulatur. Wir haben für Sie zusammengefasst, worauf es beim Zinsvergleich ankommt und wie Sie an den günstigsten für Sie erhältlichen Kredit gelangen. Außerdem erklären wir, warum Sie im Vergleich keinesfalls Kredite mit bonitätsabhängiger Verzinsung ausschließen sollten.

Zinsvergleich Ratenkredit: Vergleichen lohnt auch in Zeiten niedriger Zinsen

Ratenkredit Zinsvergleich Foto: LDprod / Fotolia Derzeit werden Kredite zu extrem niedrigen Zinssätzen von z. B. 1 % oder sogar ganz ohne Zinsen beworben – lohnt sich dann überhaupt noch ein Zinsvergleich Ratenkredit? Ja! Die Schaufensterzinsen sind aus dem Marketingbudgets quersubventioniert und gelten nur für kleine Kreditbeträge und mit erheblichen Einschränkungen. Tatsächlich verlangten Banken für im April 2017 neu vergebene Ratenkredite mit 61 und mehr Monaten Laufzeit im Durchschnitt 6,61 % Zinsen - das geht aus der monatlichen MFI Zinsstatistik der Bundesbank hervor. Die Bandbreite der Zinssätze reicht jedoch von ca. 3 % bis 12 %. Ein Kreditvergleich lohnt sich deshalb auch im Zeitalter der Niedrigzinsen.

Die Höhe des Zinssatzes richtet sich nicht nur nach der Preispolitik der Anbieter, sondern auch nach Laufzeit und Ihrer Bonität. Wenn Sie festangestellt und als kinderloser Single 2.500 EUR netto pro Monat verdienen, können Sie aus einer Vielzahl von Banken auswählen. Sind Sie dagegen erst im zweiten oder dritten Jahr selbständig, fällt die Zahl der verfügbaren Angebote kleiner und der Zinssatz höher aus. Schon allein deshalb ist ein Zinsvergleich Ratenkredit stets eine individuelle Aufgabe. Dazu braucht es entsprechend ausgestattete Ratenkreditrechner, wie sie z. B. auf Ratenkredit.de eingesetzt werden.

Smava

Ein Ratenkredit Zinsvergleich kann viel Geld sparen und lohnt sich auch im Zeitalter der niedrigen Zinsen: Als Verbraucher zahlen Sie bei manchen Banken 3 %, bei anderen Banken 10 % für Ihren Kredit. Doch wie genau führen Sie einen qualifizierten Zinsvergleich durch? Welche Fallstricke legen Ihnen die Marketingabteilungen der Banken dabei in den Weg? Und was ist beim Ratenkreditvergleich außer dem Zinssatz noch wichtig? Wir haben es für Sie zusammengefasst.

Ratenkredit Zinsvergleich: Diese Tücken gibt es

Grundsätzlich ist ein Kredit umso besser, je niedriger der Effektivzins ausfällt. Dieser Zinssatz wird nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Variante berechnet und gewährleistet die bestmögliche Vergleichbarkeit. Aber: Wenn Sie einen Ratenkredit Zinsvergleich durchführen und dabei z. B. die Kreditvergleichsrechner von Ratenkredit.de nutzen, tauchen unterschiedliche Zinssätze auf. Das liegt daran, dass einige Banken einen einheitlichen Zinssatz für alle Kunden festlegen, während andere Banken die Zinssätze abhängig von Ihrer Bonität festlegen.

Bei bonitätsabhängiger Verzinsung gibt es eine Spanne möglicher Zinssätze. Wenn Sie nicht sicher wissen, dass Ihre Bonität entweder sehr stark oder unterdurchschnittlich ist, sollten Sie diese Kredite im Ratenkredit Zinsvergleich mit dem 2/3-Zinssatz ansetzen. Dieser oder ein günstigerer Zinssatz muss laut Gesetz für zwei Drittel aller Kunden typischerweise erhältlich sein.

Falls Sie eine Restkreditversicherung abschließen, sind die Prämien nicht im Effektivzins enthalten. Dann müssen Sie eine kombinierte Rechnung für Kredit und Police anstellen. Ein etwas höherer Kreditzins kann gerechtfertigt sein, wenn dafür die Prämien die Versicherung niedriger und die Versicherungsbedingungen kundenfreundlicher sind.

Ein Kreditvergleich sollte sich nicht nur am Effektivzins orientieren

Neben dem Effektivzins gibt es noch weitere Kriterien, die Sie auf der Suche nach einem günstigen Ratenkredit berücksichtigen sollten. Dazu zählen z. B. die Annahmekriterien: Vielleicht können Sie einen besonders zinsgünstigen Kredit gar nicht erhalten, weil Sie z. B. selbständig tätig sind oder Ihr Einkommen den Anforderungen einer Bank nicht genügt. Verzichtet die Bank bei vorzeitigen Rückzahlungen auf eine Entschädigung, kann dies einen etwas höheren Zinssatz rechtfertigen. Das gilt auch für verlängerte Rückgaberechte und die Möglichkeit zu Ratenaussetzungen ohne Zinszuschlag. Nicht zuletzt die Dauer bis zur Auszahlung und die Servicequalität einer Bank danach sind „weiche“ Vergleichskriterien.

Generell eignet sich der Effektivzins nur als Maßstab, wenn Sie bei einem Zinsvergleich Ratenkredit gegen Ratenkredit vergleichen – zwei Darlehen mit derselben zeitlichen Struktur also. Vergleichen Sie dagegen Annuitätendarlehen mit einer Schlussratenfinanzierung, ist der Barwert das bessere Instrument. Der Barwert gibt an, wie viel Geld sich auf einem hypothetischen Konto befinden müsste, um mit diesem Guthaben sämtliche Kreditverpflichtungen bis zur letzten Rate erfüllen zu können. Je niedriger der Barwert, desto günstiger ist dann die Finanzierung.

Tipp: Schließen Sie bonitätsabhängige Zinssätze NICHT aus

Banken können Zinssätze für Kredite individuell festlegen oder einen einheitlichen Zinssatz verwenden. Wird der Zinssatz individuell festgelegt, richtet er sich vorwiegend nach Einkommen und SCHUFA-Scorewerten. Viele Medien und Verbraucherschützer neigen dazu, Kredite mit einheitlichem Zinssatz zu bevorzugen. Die oft implizit geäußerte Behauptung: Diese Zinssätze seien „fairer und transparenter“ als bonitätsabhängige Zinssätze. Wir sehen das anders: Sie sollten im Zinsvergleich Ratenkredit keinesfalls bonitätsabhängige Zinssätze ausschließen, wie es manche Vergleichsrechner ermöglichen.

Der Zinssatz entspricht dem Preis des Kredits. Keine Bank wird einen Kredit an Verbraucher zu einem Preis vergeben, der unter den Kosten (=Risiken) der Kreditvergabe liegt. Aus diesem Grund führt ein einheitlicher Zinssatz dazu, dass Sie entweder zu viel bezahlen (weil Ihre Bonität auch einen niedrigeren Zinssatz gerechtfertigt hätte) oder Sie den Kredit gar nicht erhalten (weil individuelle Zinszuschläge bei einheitlichen Zinssätzen nicht möglich sind).

Wenn Sie Ihren Ratenkredit online beantragen, sind bonitätsabhängige Zinssätze kein zusätzliches Hindernis. Während des Antrags wird in Echtzeit eine Konditionenanfrage bei der SCHUFA durchgeführt, um Ihren Zinssatz zu ermitteln. Diese Anfrage beeinträchtigt Ihre Kreditwürdigkeit nicht. Vorab können Sie sich am 2/3-Zinssatz orientieren: Diesen oder einen günstigeren Zinssatz erhalten zwei Drittel der Kreditnehmer.

Fazit

Die lauthals beworbenen „Null- und Niedrigzinsen“ gelten oft nur für Kleinkredite. Im Durchschnitt verlangen Banken für längerfristige Ratendarlehen noch immer mehr als 6 % Zinsen – bei einer Bandbreite von ca. 3-12 %. Ein Zinsvergleich lohnt sich deshalb auch in der aktuellen Niedrigzinsphase. Wie hoch der Zinssatz ausfällt, hängt auch von Ihrer Bonität ab. Mit geeigneten Vergleichsrechnern erhalten Sie innerhalb von Sekunden Gewissheit über „Ihren“ Zinssatz. Schließen Sie deshalb Kredite mit bonitätsabhängiger Verzinsung keinesfalls aus, weil Sie sonst womöglich zu viel bezahlen oder eine unnötige Ablehnung riskieren.

Der Vergleich von Krediten lohnt sich - das Zeitalter der niedrigen Zinsen hat den großen Kostenunterschieden bei Verbraucherdarlehen nichts geändert. Sie erleichtern sich den Zinsvergleich, wenn Sie bonitätsabhängig verzinste Kredite mit dem 2/3-Zinssatz berücksichtigen. Beim Abschluss einer Restkreditversicherung müssen Sie die kombinierten Raten für Kredit und Versicherungsschutz vergleichen. Neben dem Zinssatz sollten auch die Annahmekriterien, die Konditionen für Sonderzahlungen, Zusatzleistungen und die Servicequalität im Vergleich eine Rolle spielen. Der Effektivzins eignet sich nicht als Maßstab, wenn z. B. ein Ratenkredit mit einer Schlussratenfinanzierung verglichen wird.

Smava